ta-ku

Fresh Beats From Down Under: Ta-ku

Der aus Sydney stammende Producer Ta-ku ist einer dieser Hip Hop-Heads, die zum richtigen Zeitpunkt den Sprung auf den rasenden Zug der elektronischen Beat-Szene gewagt haben. Mit dem Wiederaufleben der, derzeit wieder sehr beliebten, 808er Drums und der Vermischung von HipHop, Dubstep und Elektronischer Musik, widmet Ta-Ku sich immer mehr einem neuen Genre: dem so called Trap. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist seine zweiteilige Scheibe REϟTWRK, deren Volume 2, vor ein paar Wochen erschien. Mit ihr liefert er ein klares Statement ab: “Don’t fuck with Ta-Ku when you talk about Trap!”

Ta-ku ist nicht nur ein extrem guter Produzent, sondern performt seine Tracks auch Live oder als Dj – unter anderem schon des Öfteren beim allseits bekannten Boiler Room. Wenn er sie nicht selber spielt, werden seine Tracks mal ganz nebenbei in Sets von Djs wie Baauer raus gehauen. Das ist aber noch lang nicht alles! Wenn Ta-Ku etwas kann, dann ist es Remixe basteln. Und das tut er am laufenden Band. Wenn man hinter einem Track “(Ta-Ku Remix)” stehen sieht, kann man sich eigentlich sicher sein, dass da etwas fettes kommt, wenn man auf Play drückt! Er verpasst ruhigen Indie Tracks einen rhytmischeren und clubtauglicheren Vibe und er verwandelt Dancetracks in deepe Kopfnicker. Kurz gesagt: er versteht es aus einem Track das Beste herauszuholen und etwas Neues daraus zu erschaffen.

Das beste Beispiel dafür ist der wunderbare Remix von Justin Timberlakes “Suit& Tie”. Er schnappt sich die Vocals, haut ein funky Drumgerüst darunter, arrangiert ein bisschen herum und auf einmal traut sich der Club-Dj, Justin Timberlake zur Peak-Time zu spielen:

Von dem funky Club-Banger zu einem sehr viel ruhigeren und für Ta-Ku eher untypischen, aber deswegen umso erwähnenswerteren Track. Der Edit von dem Track “Love” der gerade von allen Seiten gehypten Sängerin Daughter. Er selbst lädt ihn mit den Worten hoch: “Been wanting to rework this (…) track for some time now“. Der Track startet sehr verchopped und ruckelt etwas vor sich hin, doch mit dem Einsetzten der Bassline, wird es klarer und fließender. Der Track ist mit seinen treibenden Drums, den ruhigen Flächen und Daughters wunderschöner, melancholische Stimme ein etwas verschlafener Hochgenuss.

Zum Abschluss der Remix von “Left Alone” von Flume feat. Chet Faker. Der Inbegriff von einem einen Track, von dem man sagt: “Er schlägt ein, wie eine Granate!” Fette Drums. Zerschnippelte und verpitchte Vocals. Kurz Stille. Nachladen. Drop (und was für einer).
Er steht außerdem wunderbar für die Fusion Australiens Größen aus der “Fresh beats from down under” – Reihe: von Flume produziert, Vocals von Chet Faker, geremixt von Ta-Ku!

Pssst! Hier noch ein kleines Schmankerl für alle HipHop Heads:
Ebenfalls sehr zu empfehlen ist seine 50 DAYS FOR DILLA Reihe. Denn da merkt man deutlich wo eigentlich seine Wurzeln liegen: 50 smoothe HipHop-Beats gewidmet dem one and only J Dilla!

Bildquelle: LFTF