the verve

HAZE Klassiker: The Verve – Bitter Sweet Symphony

Als das Lied rauskam war ich grade mal neun. Trotzdem saß ich wie gefesselt vor dem Fernseher und beobachtete Richard Ashcroft dabei, wie er gelangweilt und mit einer Scheißegal-Haltung durch die Hoxton Street in London läuft. Heute bin ich 23 und der Song fasziniert mich immer noch. Video, Musik, Text und die Story dahinter. Genau das ist es eben…

Die Komposition, irgendwo zwischen Kitsch, Pathos und Monotonie. Der Beat, treibend, gar vom Hip-Hop beinflusst und der gelangweilte Gesang mit diesem Text, der auf jeden zutrifft.

“You’re a slave to the money, then you die”.

Und als ob das nicht schon zum Klassiker reichen würde, kommt noch das geniale Video oben drauf. Selten hab ich eine so sinnvolle Verbindung von Audio und Video gesehen.

Richard Ashcroft hat den Song eigentlich mit DJ Shadow und Konsorten für UNKLE geschrieben. Als The Verve sich wieder vereinten, wurde es zu ihrem Song und zu ihrem größten Hit.
Krass ist, dass sie damit keinen einzigen Cent verdient haben. Das Sample stammt aus dem Rolling Stones Song “The Last Time” und The Verve haben nur von der Plattenfirma das OK bekommen, aber nicht vom Verlag. Nach ewigem gerichtlichen Streit wurden alle Verwertungsrechte Mick Jagger und Co. zugesprochen. Die Singleverkäufe, Gebühren für Nike-Werbespot und für den Soundtrack von “Eiskalte Engel”: Alles ging an die Rolling Stones. Dumm gelaufen.