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Friendship is my Coco Loco

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Klar. Auch der deutsche Sommer hat seinen Charme.

Begleitet von Charivari-Klängen bei der fetten Alten vom Freibadkiosk aufschlagen und eine schöne kostspielige Bockwurst im Eigendarm aus den Chlor miefenden Schrumpelfingern schmausen.
Im Hintergrund tausendstimmiges Babygeheul, das sich mit dem
Zehn-Meter-Turm-Arschbombenstakkato tollkühner Hauptschüler in acht Lagen Badeshorts plus T-Shirt mischt.
Deutschland ist durchaus sommerverwöhnt…

Diesmal soll es uns aber um den ewigen Sommer in der Ferne gehen.

Dicht besiedelte Puderzuckerstrände so weit das Auge reicht. Männer wie Actionfiguren, deren beleidigend geschmacklose Tribal Tättoowierungen sich unter den airbrush-engen Speedo-Badehosen hindurch bis hinauf zu den schwellenden Brustmuskeln ranken.
Frauen, die aussehen wie die fleischgewordene Lesezeichenleiste meines Internetexplorers in dunkelsten Teenagerjahren – hautnah und genießbar ohne Furcht vor stockender Internetverbindung, schwer zu erreichender Tempopackung oder Unheil verkündenden Schritten auf dem Gang.

(»..Marco bist Du da?«…»Woaaa Mama hau ab.. ich mach hier grad Mathe, is’ sauschwer.. komm’ bloß nich rein!«)

Das Schönste daran ist – ich bin nicht der Einzige, der mit roten Backen auf dem Bauch verweilen muss:
Während die Alten in hiesigen Gefilden mit grauem Nährschleim gemästet werden, um anschließend unbeachtet in nahezu fensterlosen Einrichtungen in ihrer eigenen Scheiße zu verrotten, wird hier noch generationsübergreifend Anteil genommen:

Das zu Tränen gerührte Auge sieht so manch tattrigen alten Kameraden forsch an der Hand/Hüfte eines blutjungen und scheinst einzig um sein Wohlergehen besorgten einheimischen Pflegemädchens. Schön so was.
Um den durchfallverheißenden Ärgernissen einheimischer Küche zu entgehen, zückt der Kenner in jedem Restaurant selbstbewusst den kulinarischen Diplomatenpass:
Spaghetti Bolognese, geschnitten und mit dem Löffel verzehrt. (»Mmmhhhmm Luís, como in bella Schwabing, molto lecker möcht’ ich sagen!«)

Einzig übertroffen wird dieses Idyll durch den bunten Wirbel
dort verlebter Nächte.
Befeuert von zwielichtigen Barkeepern, deren eimergroße Caipirinhas schmecken wie fermentierter Kamillentee und begleitet von Musik, die klingt wie mit Affengeschrei unterlegte Kalashnikov Salven, offenbart sich hier ein Füllhorn der Möglichkeiten.

Kokain von einem ellenlangen Buschmesser rotzen,
einen erfolgreichen Faustkampf mit einem Orang-Utan bestreiten, den eigenen Pass für eine knallenge Radlerhose in den Landesfarben eintauschen oder sein Leben einer einheimischen Gang schenken und das Land im Monstertruck bereisen – hier ist alles drin. #yolo.

Höchste Zeit also für die große Haze Tropen-Eskalation.

After Hour Spaghetti Bolognese eh klar.

Come on Vacation, leave on Probation.

BREAKDOWN:

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☞FRIENDSHIP IS MY COCO LOCO
☞ Hip Hop || Bass
☞ COCO LOCO Getränkespecial
☞ Fr.12.4, 23h
☞ Yip Yab (Thalkirchner Str.2)

HIER GEHT`S ZUM FB EVENT!

FRIENDSHIP IS MY COCO LOCO from Haze on Vimeo.

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