THE WOLF OF WALL STREET

Top 5 Koks-Filme

The Wolf of Wall Street

Gangster von New York: Leonardo DiCaprio spielt im neuen Scorsese Film “The Wolf of Wall Street” einen Börsen-Junkie der süchtig nach Geld und Kokain ist. Jordan Belfort ist ein junger und schlauer Broker im NY der 80er. Schnell wird er Millionär und die große Sause kann beginnen. Zügellos, sorglos, besinnungslos feiern die Männer über jedwede Grenze hinaus. Der Film beginnt damit, dass Belfort einer Prostituierten Koks in den Arsch bläst. Das setzt dann schon eine Marke.

“The Wolf of Wall Street” ist sehr witzig, aber aggressiv ohne Ende. DiCaprio treibt seine Moneten-Jünger mit flammenden Reden in den vollkommenen Geldrausch. Alles hört auf sein charismatisches Kommando – ein Sektenführer. Dreistündig und teilweise anstrengend, aber sehenswert. Familiäre Dynamik und Mob-Feeling erinnern immer wieder an “Goodfellas” und “Casino”. “Was all this legal? Absolutely not!”

Den neuen Scorsese nehmen wir uns zum Anlass eine Liste der Top 5 Koks-Filme aufzustellen:

Scarface (1983):
Ohne Worte

Boogie Nights (1997):
“I am a star. I’m a star, I’m a star, I’m a star. I am a big, bright, shining star. That’s right.” Dirk Digglers größtes Talent ist sein enormer Schwanz, den er im L.A.-Pornogeschäft der 70er Jahre schnell zu Geld machen kann. Er findet eine Clique als Ersatzfamilie. In den 80ern fangen dann alle an Koks zu ziehen. Das verändert die Leute, die Pornoindustrie und den Ton des Films. Mein geheimer Favorit!

Blow (2001):
Johnny Depp etabliert den Kokainmarkt in Amerika. Basierend auf der wahren Geschichte von George Jung, mit spitzen Soundtrack und einer Menge weißem Pulver in der Luft.

Traffic (2002):
Erzählt in drei Erzählsträngen von Amerikas gegenwärtigen Drogenproblemen. Politiker, Abhängige, Drogenbosse und Kleindealer, wobei drei unterschiedliche Filmmaterialien und Postproduktionsverfahren zu drei in Farbe und Licht verschiedenen Looks geführt haben. Jede Episode in eigener Optik. Steven Soderbergh hat einen Regie-Oscar für “Traffic” (die Kamera macht er übrigens immer selbst!).

Bad Lieutenant:
Hier wird gemogelt! Es sind nämlich zwei großartige Kokain-Filme unter diesem Titel erschienen. Einmal der Abel Ferrara Kultfilm von 1992, der skandalös-berühmt ist, weil er Drogenmilieu, Cops, Kirche und Sex mischt. Harvey Keitel in der Hauptrolle ist Offenbarung und Alptraum. Der Werner Herzog Film “Bad Lieutenant” von 2009, der sich selbstverständlich auf den Vorgänger bezieht, ist kein Remake. Statt NY ist der Schauplatz hier das Post-Katrina New Orleans. Der Cop, gespielt vom durchgeknallten Nicolas Cage, sieht im Rausch Leguane wo keine sind und stürzt sich ohne Reue in jeden Abgrund. Auch ein extremer Film, Herzogs Version bietet aber an über den Wahnsinn zu lachen. Der Ausgang der beiden Geschichten könnte nicht unterschiedlicher sein.

Bild: Universal Pictures