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VELI x VIWO – Dew EP

Die Münchner Produzenten Jens und Lucas sind schon seit einigen Jahren als VELI in der Münchner Elektronik-Szene unterwegs. 2012 verzauberten sie Leute weit über die bayerischen Hauptstadtgrenzen hinaus mit ihrer ersten EP “Kingdom“. Post Dubstep war damals ein großes Thema und das mehr oder weniger unbeholfene Label, das man den beiden aufgeklebt hat. Seitdem ist allerdings viel passiert. Neben der zweiten EP “That’s Why”, auf der die beiden ihre dicht gestrickten Kompositionen immer mehr an tanzbare Clubnummern annäherten, spielten die Jungs viel live und fingen an mit dem befreundeten Produzenten VIWO zusammen zu arbeiten. Mit ihrer dritten EP VELI x VIWO – “Dew” ist aus dieser Zusammenarbeit eine ganze Platte geworden.

Mit “Huski” startet die EP düster und etwas dreckig – ein Track, zu dem man um fünf Uhr Früh noch mal einen doppelten Wodka an der Bar herunterkippen und sich dann auf den Dancefloor schmeißen will. Im Hintergrund klackern und pluckern am Anfang noch die Sounds, die man von alten VELI-Produktionen kennt, werden aber dann von einem technoiden Sturm hineggefegt, der sich gewaschen hat. Her mit meinem Schnaps jetzt! Scheiß auf morgen.
Der Titeltrack dagegen ist eindeutig der Star der Platte. “Dew” fängt deep an, steigert sich dann aber zu einem ziemlichen Hit, happy Synthies und Ohrwurm-Vocal inklusive. Man wirft unwillkürlich die Hände in die Luft, egal ob man den Track alleine zu Hause oder in der U-Bahn auf dem iPod hört.
“Stadt” holt einen von diesem High wieder runter. Das Intro klingt wie ein Besuch in einer Großschmiede, gefolgt von einem verzerrten Vocal und deepen Synthesizersounds. Der Song ist ein musikgewordener Industriehafen. Man spürt die Atmosphäre dieser menschenfeindlichen Umgebung und gleichzeitig die ganz menschlichen Wünsche und Hoffnungen, die irgendwo in jeder Maschinenanlage stecken.

Fazit: “Dew” ist endgültig im Club angekommen. Die Zusammenarbeit mit VIWO war für den Sound von VELI so etwas wie der Gästelistenplatz für den besten Club der Stadt an deinem 18. Geburtstag. Die verträumten Songs der frühen VELI-Zeit sind erst einmal passé, dafür kann man sie endlich zur Peaktime spielen.

Checkt die Releaseparty am 22.März aus!